„Wir verlieren eine herausragende Lehrerin“

Rektor Michael Aumann und Elternschaft verabschiedeten Maria Kreis


Mit viel ehrenden Worten und einem tollen Programm wurde die Lehrerin Maria Kreis von der Karl-Peter-Obermaier-Mittelschule verabschiedet. Mit Ablauf des Halbjahres trat sie am Freitag in der Freistellungsphase der Altersteilzeit.

Über 40 Jahre im Dienst

Die Wertschätzung von Maria Kreis als Lehrkraft, Erzieherin und Mensch unterstrich die vollzählig versammelte Schulfamilie. Rektor Michael Aumann zeichnete eingangs der Feier den Lebenslauf der beliebten Kollegin nach: 1957 bis 1963 Volksschule Arnbruck, 1963 bis 1970 Auersperg-Gymnasium Passau, 1970 bis 1973 Pädagogische Hochschule Regensburg, 1973 bis 1974 Lehramtsanwärterin an der Volksschule Wendelstein, 1974 bis 1976 Lehramtsanwärterin an der Hauptschule Kötzting, 1976 bis 1981 Hauptschule Kötzting, 1981 bis 1985 beurlaubt, 1985 bis 2004 an der Volksschule Miltach, 2004 bis 2015 an der Haupt- bzw. Mittelschule Bad Kötzting. Im September 2013 feierte die Lehrerin ihr 40-jähriges Dienstjubiläum.

 

Eigentlich wollte Maria Kreis zu ihrem Abschied aus dem Schuldienst keine große Feier. Doch das habe er nicht gelten lassen, erklärte der Rektor: „Sie ist stets aufrecht hereingegangen und sie soll auch wieder aufrecht hinausgehen“, argumentierte er. Schließlich sei sie seit 1974 Bestandteil dieser Schule. Der Chef bezeichnete Maria Kreis als eine „echte Kollegin“: selbstbewusst, kritisch hinterfragend, innovativ, immer loyal, Neues anstoßend. Sie habe immer die Schule als Ganzes gesehen und dabei oft ihre eigenen Interessen hintangestellt. Kreis sei eine echte Erzieherin gewesen, fachlich sehr versiert. Sie habe ihre Schüler immer genau beobachtet und sei jederzeit bereit gewesen, mit vollem Einsatz aktiv zu werden. Als sportbegeisterte Kollegin habe sie nicht einmal die musische Erziehung vernachlässigt. Sprichwörtlich bis zum letzten Tag habe sich Maria Kreis immer wieder neuen pädagogischen Herausforderungen gestellt.

Als Pädagogin sei sie den jungen Kollegen ein Vorbild und ihnen eine Hilfe gewesen. „Sie war eine Bereicherung für Karl-Peter-Obermaier-Hauptschule und ein Aushängeschild der Schule.“ Bei Maria Kreis habe es keinen Dienst nach Vorschrift gegeben. Im Gegenteil: Sie habe viel Freizeit für Skilager, Schwarzlichttheater, Schülerfahrten, Sportwettkämpfe und ähnliche Unternehmungen geopfert. Selbst außerhalb der Schule habe sie sich sozial engagiert und ehrenamtlich in Vereinen und als Jugendschöffin betätigt. Aumanns Fazit: „Wir verlieren heute eine herausragende Lehrerin, eine echte Erzieherin, eine allseits geschätzte Kollegin und für viele von uns etwas wie eine Freundin.“ Für die Freistellungsphase und die Pension wünsche der Rektor ihre eine gute Zeit im Kreise der Familie.

Lehrerin aus Berufung

Für Bürgermeister Stefan Baumgartner war es gestern der erste Auftritt in seiner neuen Aufgabe als Schulverbandsvorsitzender. Er traf die Feststellung, dass Maria Kreis der Lehrerberuf auf den Leib geschnitten sei. Für die über vier Jahrzehnte lange Tätigkeit als Pädagogin sagte er ihr ein herzliches Dankeschön. Nachdem die Scheidende sehr sportlich sei, überreichte er ihr zwei Badetücher und einen Einkaufsgutschein für Sportartikel.

Für die erkrankte Elternbeiratsvorsitzende Ulrike Aschenbrenner sprachen Verena Krasch und Andy Leipel die Schülerworte. Sie bedankten sich bei Maria Kreis im Namen der Karl-Peter-Obermeier-Mittelschule.

Mit Fleiß ans Ziel

Bettina Hollweg stellte als Elternsprecherin der Klasse 6a fest, dass die Klasse mit Maria Kreis eine wunderbare Zeit gehabt habe. Die Klassenlehrerin habe nur so vor Fleiß gestrotzt. Alle guten Wünsche würden die beliebte Pädagogin in den Ruhestand begleiten, versicherte Hollweg.

In ihrem Schlusswort gab Maria Kreis offen zu, dass man sie mit dem tollen Programm zum Abschied wirklich überrascht habe. „Man kann viel erreichen, wenn man fleißig ist“, stellte sie rückblickend fest. Sie werde öfters gefragt, ob sie immer noch an der Schule unterrichte. Bevor jetzt ihre Enkelkinder in die Schule gehen, sei der richtige Zeitpunkt gekommen, um aufzuhören, erklärte sie.


 

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