Mit­tel­schü­lern bie­ten sich be­ste Be­rufs­chan­cen

Vom Hand­werk bis zu „Glo­bal Play­ern“: Be­rufs­wahl­ta­ge fan­den viel In­te­res­se


Berufswahltage 2

Was ist der Unterschied zwischen Dreher und Fräser? Wie viel verdient ein Handwerker während der Ausbildung und welche Aufstiegschancen hat eine Arbeitskraft in einem Büroberuf? Diese und ähnliche Fragen beschäftigten die Schüler der Klassen 8 und 9 an der Karl-Peter-Obermaier-Mittelschule am Dienstag bei den Berufswahltagen. Und sie bekamen darauf nicht nur Antworten von kompetenter Seite, sondern auch Einblicke in die Berufswelt, die einmal ihr Leben prägen könnte. 

Berufswahltage1Über 14 verschiedene Berufsfelder, die auch völlig unterschiedliche Anforderungen an die Bewerber stellen, ließen sich die Jugendlichen ausführlich informieren. Dabei merkten sie schnell, dass einige Grundvoraussetzungen für den Erfolg im späteren Beruf gleich sind: Pünktlichkeit, Verantwortungsbewusstsein, Teamfähigkeit und Freundlichkeit gegenüber Kunden und Kollegen wurden praktisch von allen Ausbildungsleitern der unterschiedlichsten Betriebe als Anforderung genannt. Vor allem in allen Dienstleistungsberufen – vom Einzelhandel bis zu den Pflegeberufen – herrscht akuter Fachkräftemangel, machten die Referenten deutlich. Dementsprechend gut sind die Chancen für junge Menschen.Der Wettbewerb um künftige Fachkräfte zeigte sich auch bei diesem Berufswahltag, der natürlich von den Firmen genutzt wird, um mit der eigenen Leistungsfähigkeit die Attraktivität einer Berufsausbildung zu unterstreichen. Bei der riesigen Bandbreite der Angebote müssen hier natürlich Bauberufe wie Maurer, Zimmerer, Schreiner oder Maler mit „Global Playern“ wie Zollner Electronics, dem Kunststoff-Fertiger Bischof + Klein aus Konzell, Dorst Technologies, oder Spezialfirmen wie dem Bad Kötztinger Sondermaschinenbauer Thomas Bauer konkurrieren.Selbst in „grünen Berufen“ gibt es ganz unterschiedliche Entwicklungen, wie Bildungsberater Hermann Bolz vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Schwandorf berichtete. Während für junge Landwirte und Gärtner/innen genügend Ausbildungsplätze angeboten werden, müssen angehende Forstwirte nach entsprechenden Angeboten suchen. Naturgemäß fanden auch bei den Berufswahltagen die großen Unternehmen, die in kaufmännischen und technischen Berufen gleichermaßen ausbilden, bei den Schülern das größte Interesse. Da gerieten viele ins Staunen, wenn beispielsweise Ausbildungsleiter Josef Hauser von Kappenberger + Braun erzählte, dass man allein in der BMW-Welt für sechs Millionen Euro Kabel verlegte.Für viele Schüler war es auch sensationell, von Bettina Böhm und Markus Kiefl einen Einblick in die Entwicklung des Further Drachens Tradinno durch die Zollner Electronic AG zu erhalten und im Werbefilm den Aufbau des größten Schreitroboters der Welt zu erleben, der es längst ins Guinness-Buch der Rekorde geschafft hat. Nicht minder beeindruckt waren viele vom Team, das der Leiter der Berufsschul-Außenstelle Furth im Wald, Studiendirektor Johann Altmann, mitgebracht hatte. Der Zimmerer Andre Girisch, Maurer Simon Schönberger und Johannes Kagermeier konnten aus eigener Erfahrung berichten, wie der Slogan „Bau dir deine Zukunft“ umgesetzt wird. Malermeister Markus Schmidt und sein Kollege Jakob Sterr von der Firma Hartmann machten ebenso Werbung für das traditionelle Handwerk, das viel Kreativität braucht.Weniger Interesse fanden beim Berufswahltag die Angebote der Berufsfachschule für Altenpflege, deren Leiterin Anneliese Schmuderer trotzdem ein Berufsbild mit vielseitigen Anforderungen und einer besonderen sozialen Komponente zeichnete oder die Ausbildungsberufe in der Gastronomie, die vor allem wegen der Arbeitszeiten bis in die Nacht und am Wochenende bei jungen Menschen weniger beliebt sind. Kerstin Schönberger und Florian Winter vom Brunnerhof in Arnschwang konnten trotzdem mit guten Verdienstmöglichkeiten und beinahe unbegrenzten Aufstiegschancen auf einem weltweiten Arbeitsmarkt locken. Der Umgang mit Gästen verlange aber vor allem Freundlichkeit und viel Wissen über die Anforderungen, die Gäste stellen.Ein breites Aufgabenfeld im Einzelhandel präsentierte Bernadette Zach, Ausbildungsleiterin im Frey-Centrum. Für den Beruf der zahnmedizinischen Fachangestellten warb Dr. Markus Sixt, während Martin Mühlbauer viele Zuhörer bei seinen Informationen über die Automobilbranche fand, die von Bürofachkräften über Verkäufer bis hin zu den Kfz-Mechatronikern interessante Betätigungsfelder bietet. Schulleiter Erwin Molzan dankte den 18 Referenten jeweils mit süßen Gaben für ihren Einsatz.


  Aus der Bad Kötztinger Zeitung vom 28.02.2018

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