Cy­ber­mob­bing und Per­sön­lich­keits­rech­te

„Kli­cksa­lat“ in­for­miert in der Mit­tel­schu­le


 klicksalat 2018

Jörg Kabierske, der seit 15 Jahren als „Herr Klicksalat“ bundesweit unterwegs ist und in mehr als 500 Schulen über eine halbe Million Schüler mit seinen Vorträgen und Workshops erreicht hat, war in den drei 5. Klassen der Karl-Peter-Obermeier-Mittelschule, um mit den SchülerInnen über Facebook, WhatsApp, Twitter, Instagram und andere soziale Netzwerke zu sprechen.

Allerdings standen nicht nur die positiven Seiten dieser bei Jugendlichen besonders populären Dienste im Blickpunkt, sondern vor allem mögliche Gefahren und wie man damit umgehen kann.Zu Beginn wurden die Kinder aufgefordert, ihre zurzeit angesagten Spiele zu nennen, und sofort fiel das Stichwort „Jugendschutz“. FSK und USK sind Kürzel, von denen auch schon manche Kinder gehört haben. Doch bei der Nachfrage ergibt sich das Bild, dass sich wohl nicht alle zu Hause dranhalten, welche Altersempfehlung auf diversen Spielen angegeben ist. Hier wird der Ton von Jörg Kabierske schärfer, wenn er unterstreicht, dass es wohl „doofe Eltern“ seien, die das erlauben. Er appelliert an die Kinder, sich eben selbst zu schützen, indem sie in Zukunft auf die Altersangaben achten. Sie sollten ruhig auf ihr Bauchgefühl hören und unangenehme Situationen am Bildschirm mit einem Erwachsenen ihres Vertrauens besprechen, statt sich alleine mit den Gedanken zu quälen.Welche Gefahren im Internet lauern, verdeutlicht der Referent anhand eines kurzen Videos: Nicht jeder im Internet gibt seine wahre Identität preis und so kann es passieren, dass man ausspioniert wird und Fakten über sich preisgibt, die später gegen einen verwendet werden. Außerdem erklärt er sehr plastisch, dass alle Nachrichten, die einmal ins Internet geschickt wurden, gespeichert sind und nie mehr gelöscht werden können.So gelangt „Herr Klicksalat“ mithilfe der Einwürfe von Schülern von einem Thema zum anderen. Sehr behutsam, aber doch wirkungsvoll, werden Punkte wie Cybermobbing, Sexting, Antivirenschutz, Kettenbriefe und einiges mehr abgearbeitet. Auch mögliche Straftaten im Zusammenhang mit der Weitergabe von Daten werden behandelt und die jungen Leute merken, dass „der da vorne echt Ahnung hat“. In seinem abwechslungsreichen Vortrag hat Jörg Kabierske es geschafft, die Aufmerksamkeit der Kinder hochzuhalten. Durch den spielerischen Einsatz von Schafscomics hat er auch bei sensiblen Themen keine Kinderseele überfordert und doch wichtige Botschaften transportiert.Viel zu schnell gingen die Stunden vorbei und die Kinder haben genügend Inputs für einen ab jetzt sicher achtsameren Umgang mit dem Medium „Internet“ bekommen. Hoffentlich ist es mit diesem Vortrag gelungen, die oft sorglose Nutzung von Internetdiensten künftig mehr zu hinterfragen.


 

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