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Geschichtsunterricht mal anders

Mittelschüler erkunden München auf den Spuren der Nazi-Zeit

Feldherrnhalle

Die Vorbereitung begann schon im Klassenzimmer, als die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8aM der Karl-Peter-Obermaier-Mittelschule Referate ausarbeiteten. Die Themen hatten alle mit München, der „Hauptstadt der Bewegung“ im Dritten Reich zu tun. „Die Feldherrnhalle“, „Die Universität“ oder „Der Königsplatz“ hießen die Titel der Kurzvorträge.

Das Besondere dabei: Die Jugendlichen erzählten nicht im Klassenzimmer, sondern direkt vor Ort, was sie herausgefunden hatten. Im Rahmen der Münchenfahrt vom 6. bis 10.Mai führten die Teams ihre Mitschüler mit Hilfe einer GPS-App auf dem Handy zu den geschichtsträchtigen Stätten. Mit Bildern aus der damaligen Zeit dokumentierten sie ihre Referate. So fand man beispielsweise an der Decke des Hofbräuhaus noch (übermalte) Hakenkreuze, damals ein verbreitetes Symbol. Der Weg des Hitlerputsches 1923 wurde nachvollzogen und die Bedeutung der Feldherrnhalle erklärt. Den Abschluss des Geschichtsspazierganges bildete der Besuch des Dokumentationszentrums des Nationalsozialismus am Königsplatz. Dort ließen sich die Schüler von Audioguides durch die vierstöckige Ausstellung führen. Ergänzt wurde das Programm der „Münchenwoche“ durch einen Ausflug zum Starnberger See, den Besuch des Sea-Life und der BMW-Welt, sowie einem Kinoabend.